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Cholesterin: Jeden Tag ein Ei?

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In der Fastenzeit vor Ostern verbot die Kirche den Verzehr von Fleisch und Eierspeisen. Aufgrund dessen sammelten sich vor Ostern große Mengen an Eiern an. Damit der Überschuss an Eiern nicht verdarb, wurden die Eier abgekocht und haltbar gemacht. In der Osterzeit war und ist der Eierkonsum also aufgrund der Festtage besonders hoch. Eier enthalten Eiweiß, die Vitamine A, D, E und K, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen. Ein Ei enthält zudem zirka 250 mg Cholesterin. Cholesterin wird umgangssprachlich als „Blutfett“ bezeichnet und ist ein wichtiger Rohstoff für unseren Körper. Es ist zum Beispiel ein wesentlicher Baustein für Zellwände und wird zur Bildung von Hormonen benötigt. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt dennoch, dass täglich nicht mehr als 250 bis 300 mg Cholesterin über die Nahrung aufgenommen werden sollte.1

Titel: 
Das Ei und der Cholesterinspiegel

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Nun könnte man sich fragen, ob der hohe Verzehr der Eier den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt und ungesund für uns ist? Tatsächlich wurde das Ei lange Zeit wegen seines relativ hohen Cholesteringehaltes für hohe Blutcholesterinwerte verantwortlich gemacht. Studien zeigen aber, dass der Cholesteringehalt eines Nahrungsmittels bei den meisten Menschen nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel des „schädlichen“ LDL-Cholesterins im Blut hat (LDL-Cholesterin = Fett-Eiweiß-Verbindung niedriger Dichte, verantwortlich für den Transport des Cholesterins von der Leber in den Körper). US-amerikanische Ernährungsexperten erklärten gar, dass Cholesterin kein Nährstoff ist, der Probleme durch eine übermäßige Einnahme bereitet.2 Art und Menge der Nahrungsfette haben einen weitaus größeren Einfluss als der jeweilige Cholesteringehalt. Vor allem gesättigte Fettsäuren, die aus Fleisch, Käse und Butter stammen, haben einen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, weniger beispielsweise das Ei. Anhand von zusammengefassten Untersuchungen wurde auch beobachtet, dass der regelmäßige Konsum des Frühstückeis nur wenig Einfluss auf das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko von Frauen und Männern hat. Anhand von 260.000 Patienten konnte in einer älteren Studie gezeigt werden, dass das relative Risiko für eine koronare Herzerkrankung bei einem Konsum von täglich einem Ei nicht erhöht ist.3 Einen Großteil des Cholesterins bildet der Organismus selbst, vor allem in der Leber. Bei gesunden Menschen nimmt die Leber überschüssiges Cholesterin wieder auf.

Titel: 
Cholesterin und Arteriosklerose

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blutgefaess
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Allerdings sollten Menschen mit kardiovaskulären Risikofaktoren oder einer bereits vorhandenen Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) auf den Cholesteringehalt in der Nahrung achten. Denn bei Menschen mit Entzündungsherden in den Gefäßen (altersabhängig) und mit hohem LDL-Cholesterin werden vermehrt Cholesterinpartikel aufgenommen. Was wiederum die Ablagerung von Cholesterin in den Gefäßwänden begünstigt.4 Wenn das Blut dann mit der cholesterinreichen Ablagerung in Kontakt kommt, können sich Gerinnsel bilden. Diese können einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt auslösen. Wichtig ist daher eine ausgewogenere Ernährung mit pflanzlichen statt tierischen Fetten. Pflanzenöle zeigen positive Effekte auf Herz und Stoffwechsel. Sie sollten in jedem Falle auf Vielfalt bei den Ernährungsgewohnheiten setzen! Vor allem Bewegungsmangel und einseitige Ernährung sind eines der Kernprobleme in der heutigen Zeit, nicht der Eierkonsum. Zur Vertiefung in das Thema empfehlen wir Ihnen die Leitlinie Fett kompakt der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sowie die Seiten der Gesundheitsinformation.de.

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1 www.herzstiftung.de/Cholesterin.html ; letzter Zugriff: 18.03.2016
2 Scientific Report of the 2015 Dietary Guidelines Advisory Committee, www.health.gov/dietaryguidelines/2015-scientific-report/ ; letzter Zugriff: 18.03.2016
3 Hooper L et al. Cochrane Database Sys Rev 2012; (5): CD002137
4 www.gesundheitsinformation.de/erhoehte-cholesterinwerte.2178.de.html ; letzter Zugriff: 18.03.2016

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