Sie sind hier

Gehirn fit halten – insbesondere nach einem Schlaganfall

Beinhaltet Submenu: 
Inhalt: 

Wussten Sie, dass sich ein Schlaganfall noch Jahre später auf das Gehirn auswirkt? Dass bei einem Schlaganfall das Gehirn Schaden erleiden kann, ist bekannt. Neueste Erkenntnisse weisen nun darauf hin, dass der kognitive Leistungsabfall aber auch noch in den Jahren nach einem Schlaganfall schneller vonstattengeht, als bei Menschen, die nicht von solch einem einschneidenden Ereignis betroffen waren. Amerikanische Wissenschaftler konnten zeigen, dass die kognitiven Leistungen sechs Jahre nach einem Schlaganfall zehn Prozent niedriger waren, als bei Menschen, die keinen Schlaganfall erlitten hatten.1 Das bedeutet, dass vor allem auch Schlaganfall-Patienten darauf achten sollten, ihr Gehirn fit zu halten.

Titel: 
Abwechslung in den Alltag bringen

Inhalt: 

Normalerweise trainieren wir unsere grauen Zellen durch unsere alltäglichen Tätigkeiten vollkommen automatisch. Insbesondere wechselnde Reize beanspruchen unser Gehirn immer wieder aufs Neue und tragen dazu bei, dass unser Denkorgan agil bleibt. Beschränken sich unsere täglichen Aufgaben aber immer auf dieselben Abläufe, wird das Gehirn nicht gefordert. Je länger man in starren Verhaltensmustern verharrt und nicht ab und zu für Abwechslung sorgt, desto schwerer fällt es, spontan aus gewohnten Mustern auszusteigen. Achten Sie zum Beispiel einmal darauf, welche Socke Sie als erstes anziehen und beginnen Sie zur Abwechslung einmal mit der anderen Seite. Sie werden merken, wie merkwürdig sich diese kleine Änderung bereits anfühlen kann. Das zeigt uns, wie automatisiert viele Dinge immer nach dem gleichen Schema ablaufen.

Titel: 
Nach Schlaganfall regeneriert sich trainiertes Gehirn leichter

Inhalt: 

An der Universität Göttingen konnten Wissenschaftler den Effekt, den Abwechslung im Alltag auf das Gehirn hat, in Versuchen mit Mäusen aufzeigen. Die Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Löwel stellten fest, dass eine abwechslungsreiche Umgebung die Anpassungsfähigkeit des Gehirns (im Fachjargon: neuronale Plastizität der Sehrinde) deutlich erhöht.2 Die Mäuse, die eine höhere neuronale Plastizität der Sehrinde zeigten, lebten allesamt in Käfigen, in denen immer neue Spielzeuge und Aufgaben geboten wurden – sie mussten also ständig „umdenken“. Diese Beobachtung beschränkte sich nicht nur auf Mäuse, die von Geburt an in einer Umgebung aufwuchsen, in der ihre grauen Zellen viel gefordert wurden. Die Wissenschaftler beobachteten auch bei erwachsenen Tieren, deren Sehrinde bereits deutlich gealtert war, dass diese Anpassungs-fähigkeit des Gehirns wieder hergestellt werden konnte. Erlitten schließlich Tiere, die ein gut trainiertes Gehirn hatten, einen Schlaganfall, zeigten sie deutlich bessere Erholungsraten, als betroffene Mäuse, die in gewöhnlichen Käfigen gehalten wurden.

Nun sind Menschen keine Nagetiere – dennoch wird auch hier beobachtet, dass regelmäßiges Trainieren des Hirns eine deutlich positive Auswirkung auf die Regenerationsprozesse unseres Denkorgans haben kann. Die Anpassungsfähigkeit und die Flexibilität des Gehirns nehmen im Alter automatisch ab. Erfahrungen zeigen aber, dass es sich positiv auf den Alterungsprozess auswirkt, wenn wir unser Gehirn regelmäßig beanspruchen und fordern. Je höher die Anpassungsfähigkeit ist und bleibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich Schlaganfall-Patienten in der Genesungsphase zügig erholen. Dieser Aspekt und die Ergebnisse der Hirnstrukturen der „Göttinger Mäuse“ sprechen deutlich dafür, unser Gehirn regelmäßig zu trainieren. Das Schöne daran: Alles, was das Gehirn spielerisch beansprucht, kann Spaß machen und auch gemeinsam mit Freunden für Freude sorgen. In der folgenden Infografik finden Sie ein paar Möglichkeiten, Ihre grauen Zellen fit zu halten:

1 Levine DA, et al: JAMA 2015;314(1):41-51
2 http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/5389.php (zuletzt aufgerufen am 16.11.2015)

Inhalt: 

Mehr
Mehr
Mehr
Mehr

Sudoku und Kreuzworträtsel regen das Gehirn an und fördern die Konzentrationsfähigkeit:

Nennen Sie regelmäßig möglichst viele Tiernamen innerhalb einer Minute, Sie werden nach einiger Zeit deutliche Verbesserungen bemerken.

Bewegung fordert auch das Gehirn. Insbesondere koordinativ anspruchsvolle Sportarten wie Gymnastik oder Aerobic sowie Balanceübungen können hier helfen.

Versuchen Sie regelmäßig die Zeitung auch mal verkehrt herum zu lesen. Sie werden merken, dass Sie auch hier bald merklich geschickter werden.

Beinhaltet Login: