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Schlaganfallrisiko trotz Diabetes senken

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Dass Diabetes eine Ursache für Schlaganfall sein kann, ist nicht jedem bekannt. Dabei gilt Diabetes sogar als Hauptrisikofaktor für einen tödlich verlaufenden Schlaganfall, wobei Frauen stärker gefährdet sind als Männer. Zudem ist laut Statistik jeder fünfte Schlaganfall-Patient in Deutschland Diabetiker.

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Das Risiko für Vorhofflimmern und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei Menschen mit Diabetes zwei- bis dreimal höher als bei Menschen mit gesundem Stoffwechsel. Ebenso steigt das Risiko für einen unregelmäßigen Herzrhythmus mit der Dauer der Diabeteserkrankung.

Da bei Diabetikern der Stoffwechsel schon ‚vorbelastet‘ ist, hat der Körper mit den Folgen eines Schlaganfalls stärker zu kämpfen. Gerade Diabetiker sollten daher auf ihr Herz hören und ihre Gesundheitswerte im Blick behalten.

Um das individuelle Schlaganfallrisiko zu ermitteln, steht Ärzten ein Punktesystem zur Verfügung, der CHA2DS2-VASc-Score. Bei der Punkteauswertung wird klar, dass Diabetes mellitus mit der gleichen Wertung in den Risiko-Score einfließt, wie etwa Herzinsuffizienz.

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Hohe Zuckerwerte schwächen das Herz

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Das Risiko für Herzkrankheiten ist bei Diabetikern allgemein erhöht, denn der hohe Anteil von Zucker im Blut verändert den Stoffwechsel der Gefäße. Es kommt zu Ablagerungen an bzw. in der Gefäßwand und die Gefäße verdicken sich.

Durch diese Verdickung können sie nur eingeschränkt auf die Pumpleistung des Herzens reagieren und auch der Druck, gegen den das Herz das Blut durch den Körper pumpen muss, wird größer. Damit hat es das Herz schwerer, zu arbeiten und wird stärker belastet. Bluthochdruck und Vorhofflimmern können die Folge sein.

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Die Werte im Blick haben

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Die Werte im Blick haben
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Die richtige Therapieeinstellung ist deshalb ein wichtiger Pfeiler in der Schlaganfallvorsorge für Diabetiker. Die Blutzuckerwerte regelmäßig zu kontrollieren, ist unerlässlich. Ein Langzeit-Blutzuckerwert (HbA1c-Wert) unter sieben ist dabei doppelt vorteilhaft: Er zeigt einerseits an, dass der Diabetes gut eingestellt ist, auf der anderen Seite senkt er das Risiko an Vorhofflimmern zu erkranken auf das Niveau eines Nicht-Diabetikers.

Abgesehen von der Überwachung der Blutzuckerwerte sollte auf die üblichen Faktoren geachtet werden: Gesunde Ernährung, Bewegung und der Verzicht auf Zigaretten gelten als Basis für jede Präventionsmaßnahme. Außerdem wirkt sich eine Reduktion des Körpergewichts bei Patienten mit Übergewicht nachweislich positiv auf die Häufigkeit und Intensität des Vorhofflimmerns aus. Regelmäßige Herzchecks helfen zusätzlich, eine potentielle Überbelastung des Herzens frühzeitig zu erkennen.

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