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Vorhofflimmer-Patienten sorgen sich um ihr Schlaganfallrisiko

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Erhöhtes Schlaganfallrisiko durch Vorhofflimmern

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In Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen an Vorhofflimmern. Experten rechnen mit einer Verdoppelung in den nächsten 50 Jahren.1 Bei Vorhofflimmern geraten das Herz und seine lebenswichtige Pumpfunktion aus dem Takt. Gefahr droht, wenn sich durch den beeinträchtigten Blutstrom ein Gerinnsel bildet, löst und mit dem Blutstrom ins Gehirn wandert. Denn hier kann es Gefäße verschließen und einen Schlaganfall mit oftmals schwerwiegenden Folgen auslösen. Bei Menschen mit Vorhofflimmern und weiteren Risikofaktoren für einen Schlaganfall ist daher meist eine lebenslange Blutverdünnung (Antikoagulation) notwendig. Bestimmte Medikamente verhindern, dass sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) ausbildet.

Nicht verwunderlich sind daher die Ergebnisse einer patientenorientierten internationalen Umfrage, die mit über 900 Patienten die erste dieser Art ist.2,3 Sie untersuchte Sichtweise und Behandlungspräferenzen von Patienten mit Vorhofflimmern unter Antikoagulation zur Prävention eines Schlaganfalls. Teilnehmen konnten Patienten mit unterschiedlich hohem Schlaganfallrisiko inklusive solcher, die kürzlich einen Schlaganfall erlitten hatten.

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Vorhofflimmer-Patienten sorgen sich um ihr Schlaganfallrisiko

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Vorhofflimmer-Patienten sorgen sich um ihr Schlaganfallrisiko
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Die Ergebnisse zeigten: Neun von zehn befragten Patienten mit Vorhofflimmern sorgen sich um ihr Schlaganfallrisiko. Unter den Patienten, die bereits einen Schlaganfall hatten, sorgen sich 68 % „oft oder regelmäßig“. Auch bei den Patienten, die noch keinen Schlaganfall erlitten, war die Sorge vor dieser Erkrankung weit verbreitet. 87 % der Befragten ohne vorherigen Schlaganfall sorgen sich oft oder gelegentlich um ihr Schlaganfallrisiko. In diesem Zusammenhang ist auch gut verständlich, dass acht von zehn Befragte Vorhofflimmern als ernste Erkrankung wahrnehmen. Und 80 % aller befragten Patienten gaben an, ihre Medikamente zur Blutverdünnung „immer“ wie verschrieben einzunehmen. Zugunsten der Lebensqualität ist diese Überzeugung notwendig und positiv. Denn eine unzureichende Therapietreue kann die klinische Effektivität der Antikoagulation mindern. Erst kürzlich stellte eine amerikanische Studie fest, dass sich durch die mangelnde Einhaltung der Therapiemaßnahmen das Risiko der Patienten für einen Schlaganfall mindestens zweifach erhöht.4 Suchen Sie also das Gespräch mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich bezüglich Ihrer Therapie unsicher sind.

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Patienten wollen in die Therapie-Entscheidung zur Schlaganfallvorsorge einbezogen werden

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Das Patientenwissen zu Ursachen, Anzeichen und Symptomen eines Schlaganfalls war dagegen in der Umfrage sehr unterschiedlich ausgeprägt. Nur etwa die Hälfte (48 %) verfügte über gute bis mäßige Kenntnisse über die Symptome, Ursachen und Risikofaktoren eines Schlaganfalls. Dabei beeinflusst das Wissen um den Schlaganfall die Therapiepräferenzen. Patienten mit guten bis mäßigen Kenntnissen ordneten die Schlaganfallvorsorge als wichtigen Faktor bei der Wahl des Medikaments zur Blutverdünnung höher ein (65 % bzw. 54 %; durchschnittlich 47 %). Und Patienten mit gutem Schlaganfallwissen zogen es häufiger vor, in die Entscheidung über die Antikoagulation miteinbezogen zu werden (73 % bzw. 62 %; durchschnittlich 56 %).

Die Umfrage verdeutlicht auch, welchen hohen Stellenwert die Kommunikation zwischen Patienten und ihrem behandelnden Arzt hat: Mehr als drei Viertel (76 %) der Vorhofflimmer-Patienten gaben an, dass der Arzt ihre wichtigste Informationsquelle zur Therapie mit einem Antikoagulans sei. Eine gute Information scheint somit entscheidend, um Patienten mit Vorhofflimmern zu motivieren, aktiv an der Behandlung ihrer Erkrankung teilzunehmen. Das ist besonders wichtig, da die chronische Herzrhythmusstörung eine langfristige Behandlung erfordert. Wie Sie sehen, ist ein offenes Gespräch mit dem Arzt zum Umgang mit der Erkrankung und über die Behandlungsmöglichkeiten zur Verringerung des Schlaganfallrisikos unerlässlich.

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1 www.kompetenznetz-vorhofflimmern.de/de/vorhofflimmern/patienteninformati... (zuletzt abgerufen: 19.06.2016)
2 Lane DA, Meyerhoff J, Rohner U, Lip GYH. Influence of Recent Stroke on Perceptions about Oral Anticoagulation Therapy: Results from an International Survey. ESOC6-0596. Presented on 10 May at the 2nd European Stroke Organisation Conference, Barcelona
3 Lane DA, Meyerhoff J, Rohner U, Lip GYH. Influence of Atrial Fibrillation Patients’ Knowledge of Stroke on Perceptions about Oral Anticoagulation Therapy: Results from an International Survey. ESOC6-0603. Presented on 10 May at the 2nd European Stroke Organisation Conference, Barcelona
4 Yao X et al. J Am Heart Assoc 2016; 5: e003074

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