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Was ist Vorhofflimmern?

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Vorhofflimmern ist eine Form von Herzrhythmusstörung. Das Herz besitzt vier Hohlräume: den linken und rechten Vorhof sowie die linke und rechte Herzkammer. Bei einem gesunden Menschen schlagen die Vorhöfe im gleichen Rhythmus wie die Kammern.

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Der regelmäßige Takt ermöglicht, dass das Herz kontinuierlich Blut durch den Körper pumpt und die Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Beim Vorhofflimmern geraten das Herz und damit auch seine lebenswichtige Pumpfunktion aus dem Takt. Elektrische Störfelder, die den normalen Schlag des Herzens bilden, verhindern den regelmäßigen Sinusrhythmus. Die Vorhöfe schlagen unkontrolliert – sie beginnen zu flimmern (siehe Infoblatt Vorhofflimmern). Ein Teil der Patienten mit Vorhofflimmern spüren das Herzrasen als sehr schnellen, ungleichmäßigen Puls und fühlen sich bei Belastung erschöpft. Andere Patienten hingegen, merken nichts von ihrer Erkrankung, hier treten die Herzrhythmusstörungen meist anfallsartig (paroxysmal) in Episoden auf. Lässt sich der regelmäßige Herzrhythmus nicht wiederherstellen, leidet der Patient an dauerhaftem (permanentem) Vorhofflimmern.

Als Folge des Vorhofflimmerns fließt das Blut unregelmäßig. Es staut sich in den Vorhöfen, kann verklumpen und Blutgerinnsel bilden. Gefahr droht, wenn sich ein Gerinnsel löst und mit dem Blutstrom ins Gehirn wandert. Denn hier kann es Gefäße verschließen und einen Schlaganfall mit oftmals schwerwiegenden Folgen auslösen. Kaum eine Erkrankung verändert das Leben eines Betroffenen so drastisch wie ein Schlaganfall.

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Vorhofflimmern – eine Volkskrankheit

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Vorhofflimmern ist die weltweit häufigste dauerhafte Herzrhythmusstörung bei Erwachsenen. Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern, sind eine häufige Ursache für Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte. In Deutschland leiden rund eine Million Menschen an Vorhofflimmern.1

Trotzdem wissen viele Betroffene nichts von ihrer Erkrankung, klagen aber über Herzrasen oder Abgeschlagenheit. Experten zufolge soll sich die Zahl der Patienten bis zum Jahr 2050 sogar noch verdoppeln. Ein Geschlechtervergleich zeigt, dass ebenso viele Männer wie Frauen an der dauerhaften Herzrhythmusstörung erkranken. Das Risiko steigt mit dem Alter. Rund jeder vierte Mensch ab 40 Jahren wird im Laufe seines Lebens von Vorhofflimmern betroffen sein. Bereits zirka 10 Prozent der über 80-Jährigen leiden darunter. Bei Kindern ist Vorhofflimmern dagegen sehr selten. Unter anderem sind Bluthochdruck, Diabetes, eine koronare Herzkrankheit oder Herzklappen- und Herzmuskelerkrankungen der Grund für Rhythmusstörungen.

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Sie können sich schützen

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Dank wirksamer Therapien zur Schlaganfallprävention zuversichtlich in die Zukunft schauen
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Wie oben aufgeführt ist es empfehlenswert, dass jeder wachsam auf sein Herz achtet und zum Arzt geht, sobald etwas nicht in Ordnung scheint. Heute haben Betroffene und die behandelnden Ärzte gute Möglichkeiten, um Vorhofflimmern zu therapieren und das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern zu senken. Ein erster Schritt ist, Vorhofflimmern zu erkennen. Denn viele Betroffene haben lange Zeit keine Beschwerden. Wird eine Diagnose zu Vorhofflimmern gestellt, ist der Arzt eine wichtige Informationsquelle zur Therapie. Ein offenes und vertrauensvolles Gespräch mit dem Haus- oder Facharzt zum Umgang mit der Erkrankung und über die Behandlungsmöglichkeiten zur Verringerung des Schlaganfallrisikos sind somit unerlässlich. Um sich auf das bevorstehende Gespräch mit Ihrem Arzt vorzubereiten, haben wir für Sie einen Fragebogen entwickelt. Diesen können Sie mitführen und auch eigene Notizen darauf vermerken. Wer bereits behandelt wird, kann dank wirksamer Therapien zur Schlaganfallprävention zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Um Vorhofflimmern zu verhindern, gilt es, konsequent vorzubeugen und die begünstigenden Erkrankungen und Risikofaktoren rechtzeitig zu behandeln. Weitere nützliche Informationen zu Vorhofflimmern, Risikofaktoren, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten lesen sie auf den nachfolgenden Seiten.

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