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Wie wird Vorhofflimmern diagnostiziert?

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In der Regel kann Ihr Arzt durch Tasten des Pulses und Abhören mit einem Stethoskop bereits erkennen, ob Sie an Vorhofflimmern leiden. Zur Bestätigung der Diagnose wird ein Elektrokardiogramm (EKG) durchgeführt, das Ihre Herzaktivität aufzeichnet. Damit lässt sich die Herzrhythmusstörung eindeutig feststellen.

Inhalt: 

Da Vorhofflimmern bei vielen Patienten zunächst nur in Episoden auftritt, kann ein Langzeit-EKG notwendig sein. Mit einem tragbaren EKG-Gerät werden über einen längeren Zeitraum (meist 24 Stunden, zum Teil 72 Stunden) Herzfrequenz und Herzrhythmus gemessen. So kann auch ein nur zeitweise auftretendes Vorhofflimmern diagnostiziert werden.

Unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Lebens- und Krankengeschichte kommen auch folgende Untersuchungen zum Einsatz, um die Ursachen und möglichen Folgen der Erkrankung abzuklären und eine individuelle Therapie einzuleiten:

  • Blutuntersuchung: Blutbild, speziell Schilddrüsenwerte & Elektrolyte, um zu testen, ob Stoffwechselerkrankungen, z.B. eine Schilddrüsenüberfunktion, die Ursache für das Vorhofflimmern sind.
  • Herzecho: Ultraschalluntersuchung des Herzens zur Beurteilung der Herzstruktur, der Herzfunktion und möglicher Herzklappenerkrankungen.
  • Thorax-Röntgen: Röntgenaufnahme des Brustkorbs, z.B. um Lungenerkrankungen als Ursache für Vorhofflimmern auszuschließen.
  • Belastungs-EKG: EKG unter körperlicher Belastung, um zu prüfen, wie Herz und Gesamtorganismus reagieren.

Titel: 
Vorhofflimmern aufspüren

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Nach Angaben des Kompetenznetzes Vorhofflimmern gibt es in Deutschland rund eine Million Vorhofflimmerpatienten. Vorhofflimmern gehört zur häufigsten Herzrhythmusstörung, insbesondere bei älteren Menschen. Die Erkrankung zeichnet sich durch einen unregelmäßigen, meist zu schnellen Herzschlag aus und hat typische Anzeichen wie Herzstolpern oder -rasen. Allerdings bleibt Vorhofflimmern oft unbemerkt, hauptsächlich bei asymptomatischem Vorhofflimmern. Die Rhythmusstörung tritt dann anfallsweise auf, beginnt spontan und hört meistens innerhalb von 24 Stunden, seltener auch innerhalb von 48 bis 72 Stunden von selbst wieder auf (paroxysmales Vorhofflimmern). In älteren Studien konnte gezeigt werden, dass Vorhofflimmer-Episoden in bis zu 90 % asymptomatisch verlaufen.1 Insgesamt sind asymptomatische Vorhofflimmer-Episoden 10 bis 12-mal häufiger als symptomatische. Wird diese Form der Herzrhythmusstörung nicht erkannt und behandelt, hat dies unter Umständen schwerwiegende Folgen. Unter Umständen hat die Nichtentdeckung zur Folge, dass ein Schlaganfall auftritt. Um diese große Anzahl des asymptomatischen Vorhofflimmerns aufzuspüren, ist eine genaue Diagnose die Voraussetzung. Hierfür werden die Patienten gebeten, ein tragbares EKG-Gerät über einen 24-Stunden-Zeitraum (oft auch 72 Stunden) zu tragen. Das sogenannte Holter-Monitoring ermöglicht den Ärzten eine konstante Messung von Herzfrequenz und Rhythmus.

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1 AFFIRM Investigators. Am Heart J 2005; 149: 657-663

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