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Winterzeit ist Kaffeezeit

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Winterzeit ist Kaffeezeit
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Kennen Sie das? Im Winter sind die Tage kalt, draußen ist graues Schmuddelwetter und Sie freuen sich auf einen guten Kaffee. Gerne versüßen wir unseren Alltag mit einer aufmunternden Tasse Kaffee. Gerade in der Winterzeit schenkt uns der Kaffee neben seiner wohltuenden Wärme eine ganze Reihe von Düften und Aromen, die uns besonders in dieser Jahreszeit gut tun. Mit Kaffee kann man wunderbare, winterliche Heißgetränke herstellen, die wohltuend wärmen und beleben. Kaffee ist das am häufigsten konsumierte Getränk in Deutschland. Der deutsche Pro-Kopf- Verbrauch zählt zu den Top 10 im weltweiten Ländervergleich und liegt über dem EU-Durchschnitt. 7,1 Kilogramm Rohkaffee beträgt in Deutschland der Pro-Kopf-Konsum. Und wer hätte das gedacht: Die Deutschen trinken pro Kopf fast ein Drittel mehr Kaffee im Vergleich zu den Italienern.1 Aber haben Sie sich schon mal gefragt, ob der häufige und regelmäßige Kaffee-Genuss nachteilig für unsere Gesundheit ist?

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Verursacht Kaffee Vorhofflimmern?

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Um die Antwort vorweg zu nehmen: Nein, nach den derzeit vorliegenden Daten gibt es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Kaffeegenuss und dem Auftreten von Vorhofflimmern. Dieses Ergebnis zeigte sich bei der bisher größten Beobachtungsstudie.2 Zwar ist seit längerem bekannt, dass durch Koffein kurzfristig der Blutdruck ansteigen kann. Jedoch ist der Kaffeekonsum per se kein Verursacher eines arteriellen Bluthochdrucks oder von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mediziner des renommierten Karolinska Instituts haben 42.000 Männer und 35.000 Frauen über 12 Jahre beobachtet, die im Median täglich 3 Tassen Kaffee konsumierten. Anschließend wurde untersucht, wie oft Vorhofflimmern auftrat und per Statistik in Relation zur gesamten Untersuchungsgruppe gebracht. Dabei trat zu Tage, dass das Risiko auf diese häufige Herzrhythmusstörung auch für starke Kaffeetrinker mit median sechs Tassen am Tag nicht erhöht war. Auch beeinflussende Faktoren wie Alter, Rauchen, Herzinfarkt in der Vorgeschichte, Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht konnte das Gesamtergebnis nicht ändern. Auch eine systematische Literatursuche und sogenannte Metaanalyse anhand der gesammelten Studiendaten wurde durchgeführt. Diese Metaanalyse umfasste 250.000 Personen und konnte ebenfalls keine Verdachtsmomente für ein erhöhtes Auftreten von Vorhofflimmern durch Kaffeekonsum zeigen.

Titel: 
Mehr Koffein heißt nicht mehr Gesundheit

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Die Ergebnisse geben gute Hinweise, dass Menschen, die Kaffee mögen, in Maßen weiterhin den täglichen Kaffee genießen können, ohne das Risiko einer Entwicklung von Vorhofflimmern einzugehen. Auch die Angst, dass Kaffeegenuss das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen könnte, scheint unbegründet. Die größte und wohl auch genaueste Studie über einen möglichen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stammt von Forschern aus den USA und Singapur. Dabei fand man das geringste Risiko für einen zu erleidenden Schlaganfall bei einem mäßigen Kaffeegenuss von drei bis fünf Tassen täglich.3 Weitere wissenschaftliche Studien zeigen Hinweise dafür, dass Kaffee in Maßen genossen nicht nur gesundheitlich unbedenklich ist, sondern sogar gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzt. Zurückhaltung ist angebracht in der Schwangerschaft und bei schwer einstellbarem hohen Blutdruck.

1 Kaffee-Kompass 2014/2015, Deutscher Kaffeeverband
2 Larsson et al. BMC Medicine 2015, 13: 207
3 Ding Met al. Circulation 2014; 129: 643-59

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