Familie und Freunde

Familie und Freunde sind die erste und wichtigste Unterstützung für Patienten mit Vorhofflimmern. Da sich die Erkrankung zunächst nur in kurzen Episoden und leichten Symptomen äußern kann, scheuen viele Menschen den Weg zum Arzt.

Wenn einer Ihrer Lieben unter möglichen Symptomen leidet, zögern Sie nicht und ermutigen Sie den Betroffenen, seine Symptome beim Arzt abklären zu lassen. Je früher der Arzt Vorhofflimmern diagnostizieren und eine Therapie einleiten kann, desto größer sind die Chancen, einen folgenschweren Schlaganfall zu vermeiden.

Bei diesen Symptomen sollten Sie hellhörig werden

Klagt jemand aus Ihrem Familien- oder Freundeskreis über Herzrasen oder unregelmäßiges Herzklopfen? Ist er auch ohne körperliche Anstrengung schnell erschöpft und kurzatmig? Fühlt er Schwindel oder ein Engegefühl in der Brust? Dann sollten Sie hellhörig werden!

Die gleichzeitige Einnahme

Solche Symptome sind Alarmsignale des Körpers und können auf eine ernsthafte Erkrankung wie Vorhofflimmern hindeuten. Helfen Sie dem Betroffenen, die Signale seines Körpers richtig einzuordnen. Je später eine Herzrhythmusstörung erkannt wird, desto größer ist die Gefahr eines Schlaganfalls.

Auf diese Symptome sollten Sie achten:

  • unregelmäßiger Herzschlag, unregelmäßiger Puls

  • Herzstolpern, Herzrasen

  • Brustschmerzen, Druck in der Brust

  • Schwindel, Benommenheit

  • Erschöpfung, Abgeschlagenheit, verminderte Belastbarkeit

  • Schwitzen

  • Atemnot, Kurzatmigkeit

  • innere Unruhe, Angstgefühle

Der Weg zum Arzt

Vorhofflimmern selbst ist nicht lebensbedrohlich, die Erkrankung erhöht jedoch das Risiko eines Schlaganfalls. Weist jemand aus Ihrem Familien- oder Freundeskreis typische Symptome von Vorhofflimmern auf, ermutigen Sie ihn, umgehend einen Arzt aufzusuchen.

Gewissheit ist unerlässlich, um rechtzeitig eine Therapie zur Schlaganfallprävention einzuleiten.

Es ist sinnvoll, bereits vor dem Arzttermin alle Fragen zu notieren, die den Betroffenen bewegen. Denn in der Aufregung vor Ort kann er entscheidende Punkte vergessen:

  • Welche Untersuchungen sind zur Diagnose von Vorhofflimmern ratsam?

  • Wie hoch ist das persönliche Schlaganfallrisiko?

  • Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • Was sind aktuell die wirksamsten und sichersten Medikamente zur Schlaganfallprävention? Wie werden sie angewendet?

  • Was kann man selbst tun, um sein Schlaganfallrisiko zu minimieren (Sport, Ernährung etc.)?

Neben der Diagnose wird der Arzt auch das persönliche Schlaganfallrisiko des Patienten eruieren. Dazu benötigt er Angaben zu Lebensstil und persönlicher Krankengeschichte. Bereiten Sie den Patienten auf diese Fragen vor. So kann er gut vorbereitet und mit klarem Kopf den Weg zum Arzt antreten.

Ängste und Sorgen nehmen

Auch mit Vorhofflimmern können Menschen ein glückliches und aktives Leben führen. Voraussetzung ist eine frühzeitig eingeleitete Therapie und eine hohe Therapietreue des Patienten.Dank des medizinischen Fortschritts stehen heute modernste Medikamente zur Schlaganfallprävention zur Verfügung. Die oralen Antikoagulanzien sind einfach in der Anwendung und dabei trotzdem effektiv. Sie schränken den Patienten kaum in seinem täglichen Leben ein und tragen dadurch entscheidend zu seiner Therapietreue bei.

Familie und Freundeskreis können den Betroffenen unterstützen:

Wissen ist der Schlüssel zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Vorhofflimmern. Ermutigen Sie den Patienten, sein Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Er sollte alle entscheidenden Fakten über seine Erkrankung und Therapie kennen. Nur so kann er sein Schlaganfallrisiko bestmöglich minimieren.

Entscheiden Sie sich in Familie und Freundeskreis für einen offenen, natürlichen und engagierten Umgang mit der Erkrankung. Die Tatsache, dass auch Sie als Angehörige die Symptome und Risikofaktoren von Vorhofflimmern kennen, gibt dem Patienten Vertrauen und Sicherheit.

Eine gesunde Lebensweise mit körperlicher Aktivität senkt das Schlaganfallrisiko, wirkt zusätzlichen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht entgegen, lindert Ängste und hebt die Stimmung. Ermuntern Sie den Betroffenen daher zur Bewegung. Walking, Fahrrad fahren, Schwimmen oder Tanzen – welche Sportart für ihn die geeignete ist, kann er in Abstimmung mit seinem Arzt leicht herausfinden.

Die gleichzeitige Einnahme

Glücksgefühle sorgen für eine positive Lebenseinstellung. Machen Sie dem Patienten eine Freude und bestärken Sie ihn, sich selbst öfter mal etwas Gutes zu tun. Auch wenn die Diagnose Vorhofflimmern Veränderungen mit sich bringt, sollte der Betroffene das Leben in vollen Zügen genießen.

Im Notfall können wenige Augenblicke entscheiden. Informieren Sie sich, was im Fall der Fälle zu tun ist. Unerlässlich ist hier ein Patientenpass, der wichtige Kontaktnummern (Notarzt, Familie, Hausarzt etc.) und Angaben zur Erkrankung enthält.

Selbsthilfegruppen unterstützen und ermutigen den Patienten. Hier kann er sich mit Menschen austauschen, die tagtäglich ähnliche Erfahrungen machen wie er. Rat und Hilfe geben zum Beispiel die Deutsche Herzstiftung (Tel. 069 / 955 128 400) oder die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (Tel. 0211 / 600 69 20).