Therapiewege bei Vorhofflimmern

Therapiewege bei Vorhofflimmern

Wer von Vorhofflimmern betroffen ist, benötigt aufgrund des erhöhten Schlaganfallrisikos eine effektive Präventivbehandlung. Denn Herz und Hirn sind unmittelbar miteinander verbunden. Aufgrund der Herzrhythmusstörung können sich im Herzen Blutgerinnsel bilden. Diese sogenannten Thromben können mit dem Blutstrom in den Organismus gelangen und unter Umständen die Blutzufuhr zum Gehirn blockieren. Dies kann einen folgenschweren Schlaganfall auslösen.

Das oberste Ziel der Behandlung von Vorhofflimmern – das Schlaganfallrisiko zu senken – kann dadurch erreicht werden, dass das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln reduziert wird.

Eine medikamentöse Therapie reduziert das Risiko, dass sich aufgrund der Herzrhythmusstörung Blutgerinnsel bilden, die vom Herzen ins Gehirn wandern können und dort im schlimmsten Fall einen Schlaganfall auslösen.

Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern

Vorhofflimmern ist einer der wichtigsten unabhängigen Risikofaktoren für einen Schlaganfall.1 Menschen mit Vorhofflimmern haben ein bis zu 5-fach erhöhtes Schlaganfallrisiko.2 Jährlich erleiden bis zu 3 Millionen Menschen weltweit einen durch Vorhofflimmern bedingten Schlaganfall; dies entspricht einer Person alle 12 Sekunden.1,3,4

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten – hierauf sollten Sie achten

Bei der gleichzeitigen Einnahme verschiedener Medikamente kann es zu Wechselwirkungen kommen. Worauf Sie bei der medikamentösen Schlaganfallvorsorge achten sollten, erfahren Sie hier.

Wann ist eine Unterbrechung der Blutverdünnung erforderlich?

Das größte Risiko, das mit Vorhofflimmern verbunden ist, ist die Entstehung von Blutgerinnseln (Thromboembolien), die im Gehirn wichtige Gefäße verschließen können.

Schlaganfallvorbeugung mit neuem Verfahren

Bei Vorhofflimmern ist bekanntlich das Risiko für einen Schlaganfall erhöht, weshalb dann meistens orale Antikoagulanzien („Gerinnungshemmer“) verordnet werden. Lange wurden zur oralen Antikoagulation primär Vitamin K-Antagonisten verschrieben, während in jüngster Zeit vorrangig neuere Medikamente wie die einfacher zu handhabenden oralen Thrombin- oder Faktor-Xa-Hemmer empfohlen und mit gutem Erfolg eingesetzt werden.

Die chirurgische Ablation

Bereits 1987 wurde zur chirurgischen Behandlung eines Vorhofflimmerns die sogenannte Cox-Maze-Operation entwickelt, mit der sich ein Vorhofflimmern durch eine spezielle „Schnitt- und Nahttechnik" beheben lässt.

Katheter- und Kryoablation – das Vorhofflimmern mit Wärme oder Kälte ausschalten

Die Katheterablation ist ein medizinischer Eingriff, der anstelle einer medikamentösen Therapie bei Vorhofflimmern infrage kommen kann.

Die elektrische Kardioversion

Die Behandlung von Vorhofflimmern kann verschiedene Ziele verfolgen. Eines ist die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus.